Eine Szenische Lesung mit historischer Einführung und Nachgespräch
In den vergangenen Monaten haben sich bereits zweimal junge Menschen in einem Intensiv-Theaterworkshop zusammengefunden und sich mit der Lebensrealität queerer Menschen zwischen 1933 (Allein im Rosa Winkel) bis in die Gegenwart (Nach dem Rosa Winkel) beschäftigt. Diese Mal liegt der Fokus auf der Weimarer Republik. Trotz des Fortbestehens des Paragrafen 175 fand während der Weimarer Republik eine Wende im Umgang mit queeren Personen statt: Die homosexuelle Szene wurde weitgehend geduldet oder auch akzeptiert. Polizeiliche Ermittlungen wurden in den meisten Fällen nur bei Denunziationen angestoßen. Dies galt nicht nur für eine Metropole wie Berlin, sondern auch für Düsseldorf, dem „Klein Paris“ am Rhein. Diese liberale Stimmung bildete den Nährboden für die Emanzipation der queeren Bürgerrechtsbewegung und der Entstehung eigener Presseorgane.
Vor dem Rosa Winkel bildet den Abschluss der Rosa-Winkel-Trilogie. Künstlerische Leitung: Marvin Wittiber. Die Historikerin Astrid Hirsch-von Borries von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf wird vorab eine Einführung in das Thema geben. Im Anschluss an die Szenische Lesung findet ein Nachgespräch mit den Schauspieler*innen statt.
Karten
Karten gibt es nur an der Abendkasse. Reservierungen sind möglich unter kasse_theatermuseum@duesseldorf.de oder über 0211 89-96130. Reservierte Karten verfallen 30 min vor Aufführungsbeginn.
Zugänglichkeitshinweis
in deutscher Lautsprache, nur bedingt barrierefrei
Produktion und Zusammenarbeit
Eine Produktion von Düsseldrama in Kooperation mit dem TMD, der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, dem Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung und Queere Geschichte(n) Düsseldorf e. V. In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Düsseldorf und der Lesben- und Schwulenbibliothek Düsseldorf. Gefördert durch das Kulturamt Düsseldorf.